Die Oblast Kaliningrad oder auch das Gebiet Kaliningrad ist die westlichste Region der Russischen Föderation, die von restlichem Territorium Russlands durch Landgrenzen anderer Länder und internationalem Meereswasser der Ostsee allseits getrennt ist. Im Norden und im Osten grenzt die Oblast an Litauen, und im Süden an Polen. Das ist das einzige Territorium Russlands, wessen Küste mit dem Wasser des offenen Teils der Ostsee und ihrer Haffe – Kurisches und Kaliningrader (früher Frisches) - umspült werden.
Sie wurde im Jahr 1945 nach dem Beschluss der Potsdamer Konferenz oder auch Dreimächtekonferenz von Berlin (UdSSR, USA, Großbritannien) zur Liquidation des Ostpreußens gegründet, wessen Nordteil nach dem Zweiten Weltkrieg der Verwaltung der UdSSR eingerichtet wurde.
Am 7. April 1946 nahm das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR eine Verordnung «Über die Gründung des Königsberger Gebiet und ihre RSFSR - Angliederung», und am 4. Juli wurde sein Verwaltungszentrum in Kaliningrad, und das Gebiet in Kaliningradskaya (Kaliningrader) umbenannt.
Gesamtlänge der Oblast vom Westen nach Osten beträgt 205 km, vom Norden nach Süden 108 km. Ihre Fläche beträgt 15,1 Tsd. qkm.
Die Entfernung von mehreren europäischen Hauptstädten sind vergleichsmäßig nicht groß:
- 350 km von Vilnius;
- 390 km von Riga;
- 400 km von Warschau;
- 600 km von Berlin.
Das Verwaltungszentrum ist Kaliningrad, gegründet im Jahr 1255 (bis zum 1946 Königsberg).
Im Gebiet befindet sich das einzigartige Objekt, Kurische Nehrung, die in die Liste des UNESCO - Welterbes einbezogen ist.
Spezialisierung des Gebiets Kaliningrad ist Fischfang und - verarbeitung, Papierherstellung, Leichtindustrieerzeugnisse. Im Gebiet wird die Gewinnung und Bearbeitung von Berstein betrieben (im Dorf Jantarny).
Das Gebiet Kaliningrad zählt laut den veröffentlichten öffentlichen Angaben des Staatlichen Ausschusses für Statistik (Goskomstat) der letzteren Volkszählung der Russischen Föderation 955, 3 Tausend Einwohner. Darunter 456,1 Tausend Männer und 499,2 Tausend Frauen. Der Anteil der städtischen Bevölkerung beträgt 741, 5 Tausend Einwohner, darunter 351 Tausend Männer und 390, 5 Tausend Frauen.
213,8 Tausend Einwohner sind Ländler im Gebiet Kaliningrad. Das Verhältnis der Männer und Frauen für diesen Fall ist fast gleich: 105,1 gegen 108,7 Tausend Einwohner. Nach dem Alter wird die Bevölkerung wie folgt geteilt: Erwerbsfähige – 60,9%, jünger als Erwerbsfähige – 19,6 %, älter als Erwerbsfähige – 19,5 %.
Die Bevölkerung des Gebiets Kaliningrad ist multinational, hier wohnen die Vertreter von 30 Nationalitäten und Völkerschaften. Unter ihnen zahlreichste sind Russen – 78,1 %, Weißrussen – 7,7 %, Ukrainer – 7,6%, Litauer – 1,9 %, Armenier – 0,8 %, Deutsche – 0,6 %, Polen – 0,5 %.
Das Gebiet umfasst 15 Kommunalbezirke oder auch Rayons und 7 Stadtkreise. Die städtische Bevölkerung beträgt 77,7 % von der Gesamtzahl der Einwohner. Durchschnittliche Wohndichte beträgt 63 Personen für 1 qkm. Besonders dicht sind Gussewer, Tschernjachowsker, Bagrationowsker, Nemaner und Gwardejsker bewohnt.
Kommunalbezirke:
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Bagrationowsker/Bagrationowskij. Das Zentrum ist Bagrationowsk. Gegründet im Jahr 1585. Frühere Namen bis 1946 Preußisch Eylau, polnisch Pruska Iława oder Iławka. Seit 7. September 1946 wurde sie zu Ehren des Helden des Vaterländischen Krieges 1812 General Petr Ivanovitsch Bagration umbenannt;
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Baltijsker/Baltijskij. Das Zentrum ist die Stadt Baltijsk. Gegründet 1626. Frühere Namen bis 1946 deutsch Pillau, polnisch Piława;
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Gwardejsker/Gwardejskij. Das Zentrum ist Gwardejsk. Frühere Namen: bis 1260 – Sugubri, bis 1450 – Tapiov, bis zum 7. September 1946 – deutsch Tapiau; litauisch Tepliuva; polnisch Tapiawa/Tapiewo;
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Gurjewsker/Gurjewskij. Das Zentrum ist die Stadt Gurjewsk. Frühere Namen bis zum 1946 war Neuhausen, polnisch Nowotki, litauisch Romuva. Sie wurde zu Ehren des Helden der Sowjetunion General-Majore S.S. Gurjewsk (1902-1945), gefallen beim Sturm des Königsbergs;
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Gussewsker/Gussewskij. Das Zentrum ist die Stadt Gussew. Frühere Namen sind wie folgt: bis 1947 Gumbinnen, litauisch Gumbinė; polnisch Głąbin, Gąbin;
- Selenogradsker/Selenogradskij. Das Zentrum ist die Stadt Selenogradsk. Früherer Name ist Cranz (Granz);
- Krasnosnamensker/Krasnosnameskij. Das Zentrum ist Krasnosnamensk. Frühere Namen bis 1938 - Lasdehnen, bis 1946 - Haselberg, litauisch Lazdynai, polnisch Łoździenie;
- Nemaner/Nemanskij. Das Zentrum die Stadt Neman (deutsch Ragnit, litauisch Ragainė, polnisch Ragneta;
- Nesterower/Nesterowskij. Das Zentrum ist Neman. Frühere Namen: bis 1938 deutsch Stallupönen, polnisch Stołupiany, seit 1938 bis zum 1946 - Ebenrode;
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Osjoorsker/Osjorskij. Das Zentrum ist die Stadt Osjorsk. Gegründet 1724. Frühere Namen: bis 1937 Darkehmen, seit 1938 bis 1945 Angerapp;
- Polessker/Polesskij. Das Zentrum ist die Stadt Polessk. Gegründet 1258. Früherer Name: Labiau, polnisch Labiawa;
- Prawdinsker/Prawdinskij. Das Zentrum ist die Stadt Prawdinsk. Gegründet im Jahr 1312. Frühere Namen: bis 1946 deutsch Friedland. Hier war am 14. Juni 1807 die Schacht bei Friedland;
- Swetlogorsker/Swetlogorskij. Das Zentrum ist die Stadt Swetlogorsk. Gegründet 1258. Früherer Name: bis 1946 Rauschen, polnisch Ruszowice, Ruskowo, litauisch Raušiai;
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Slawsker/Slawskij. Das Zentrum ist die Stadt Slawsk. Gegründet 1292. Früherer Name: Heinrichswalde, lit. Gastos, pol. Jędrzychowo;
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Tschernyachovskiy. Das Zentrum ist die Stadt Tschernyachovsk. Gegründet 1336. Früherer Name: bis 1946 – Insterburg, polnisch Wystruć, litauisch Isrūtis.
Stadtkreise:
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Die Stadt Kaliningrad. Frühere Namen: bis 1255 Tuwangste, 1255-1946 deutsch Königsberg, polnisch Królewiec, litauisch Karaliaučius, lettisch Mons Regius ('Königsberg'), tschechisch Královec;
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Laduschkiner/Laduschkinskij. Das Zentrum ist die Stadt Laduschkin. Gegründet 1314. Frühere Namen: bis 1946 Ludwigsort;
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Mamonowoer/Mamonowskij. Das Zentrum ist die Stadt Mamonowo. Gegründet 1301. Frühere Namen: bis 1947 deutsch Heiligenbeil, litauisch Šventapilė, polnisch Święta Siekierka oder Świętomiejsce. Wurde zu Ehren des Helden der Sowjetunion Oberstleutnants N.V. Mamonow (1919-44), der das an den Kämpfen um diese Stadt beteiligten Regiment befehligte;
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Pionersker/Pionerski. Das Zentrum ist die Stadt Pionersk. Gegründet 1254. Früherer Namen: bis 1946 Neukuhren;
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Swetlyer/Swetlowskij. Das Zentrum die Stadt Swetly. Gegründet 1640. Frühere Namen: bis 1947 deutsch Zimmerbude. Seit 1955 erwarb er das Stadtrecht;
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Sowetsker/Sowetskij. Das Zentrum ist die Stadt Sowetsk gegründet 1288. Frühere Namen: bis 1946 Tilsit, polnisch Tylża, litauisch Tilžė. Stadtrecht erwarb sie 1552;
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Jantarny. Das Zentrum das Dorf Jantarny (deutsch Palmnicken, litauisch Palmininkai, polnisch Palmniki).
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